Tag 3 / Use of Ambient Media (Small Scale) / Fast Moving Consumer Goods

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An meinem dritten Tag in der Jury hatten wir „Ambient Media: Small Scale“ zu bewerten, was soviel heisst, wie Aschenbecher, Flyers, Stickers und dergleichen. In der Kategorie vom Nachmittag “FMCG” waren es die Kampagnen an und für sich, welche wir zu beurteilen hatten.

In der ersten Kategorie waren es nicht nur Flyers und Sticker; da wurden ganze Tische gebaut um sie als Musikinstrumente benutzen zu können. Ich möchte allerdings nicht in der Bar sein, wenn dort mal richtig was los ist und jeder auf seinen Tisch trommelt. Ebenfalls in dieser Kategorie habe ich den am besten aufbereiteten Case gesehen welcher alleine dafür einen Preis verdient hätte. Es ging dabei um einen Hemdenservice der anhand einer abziehbaren Folie auf der Innenseite der Pizza-Schachtel das darauf gezeichnete Hemd mit dem abziehen der Folie von allfälligen Pizzaresten säubern konnte. In meinen Augen eine gute aber keine eine Herausragende Idee in der Kategorie Ambient. Der Case selber aber wurde sehr gut präsentiert, denn ein italienischer Pizzabäcker hat währenddessen er den Pizzateig kunstvoll ausgebreitet und mit Zutaten belegt und die Pizza anschliessend gebacken hat, den ganzen Case im Stile eines Canzoni vorgetragen, welches sicher jeden von uns an den letzten Urlaub in Italien erinnert hätte.

Am Freitag gegen den Abend hatten die acht Gruppen der Jury (welche täglich neu zusammengesetzt wurden) aus den über 3’200 Einreichungen ca. 350 Cases ausgewählt, welche die Awarding Jury alle noch einmal Durchgegangen ist am Wochenende und von 350 Cases sind am noch 230 Cases in den 23 Kategorien übrig geblieben, welche auf die nun auf die Shortlist gekommen sind.

Für mich geht es jetzt bereits wieder weiter, ich werde mir im Palais noch die Ausstellung aus anderen arbeiten ansehen gehen.

Tag 2 / Use of Brandend Content & Sponsorship / Commercial Public Services incl. Healthcare & Medical

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Heute hatten wir gleich 2 Kategorien zu bewerten. Am Morgen war es „Use of Brandend Content“ mit 94 Cases und nach dem Mittag war es die Kategorie „Commercial Public Services incl. Healthcare & Medical” mit 57 Einreiungen.

Es gibt insgesamt 4 Themengebiete; Use of Media, Digital & Social, Product & Service und Integrated Campaign. Diese Kategorien sind in Sunterkategorien eingeteilt wie zum Beispiel die Kategorie “Use of Media” in die die folgenden Subkategorien aufgeteilt ist; Use of Audio, Use of Print, Use of Outdoor etc. insgesamt 23 Subkategorien, welche jeweils einmal oder auch von zwei der Gruppen bewertet werden.
Im Gegensatz zum vergangenen Tag waren die Kategorien anspruchsvoller, da es nicht immer einfach war zu sehen, weshalb eine Kampagne auf die Shortlist gehört, da die Kriterien und die Ziele in diesen Kategorien nicht so klar definiert werden konnten wie in der Kategorie “Use of Social Media”. Vergleiche sind umso schwieriger als das sich die Cases nicht auf ein Medium und konzentrieren und deshalb die Idee so noch zentraler und wichtiger ist. Wir hatten heute einige Cases, welche zwar einen Film eingereicht haben, aber diesen nur mit Musik unterlegt haben und anstelle von einem gesprochene Text, Textcharts verwendet haben. Wenn man sich die Situation vorstellt, dass 4 Jury Mitglieder in einem Raum an einem grossen Tisch sitzend sich auf einem 42“ Bildschirm über 150 Cases anschauen, kann man sich vielleicht vorstellen, dass es nicht immer einfach jeder Einzelheit zu folgen. Kommt hinzu, dass der Text entweder zu klein ist, oder dann zu schnell über den Bildschirm fliegt. So kann nicht immer jede Detail wahrgenommen werden, aber der vielleicht wäre diese Information ja genau die gewesen, welche dem Case vpm Durchschnitt auf die Shortlist gebracht hätte. Ich würde empfehlen bei einer Einreichung auf einen Sprecher (wenn möglich einen professionellen Sprecher einzusetzen) und auf die Tonqualtiät zu achten, denn mahr als die Lautsprecher der Screens stehen icht zur Verfügung und die anderen Jury’s sitzen durch einen Vorhang getrennt 5 Meter weiter.
Ich bin mir fast sicher, dass ich heute einen heissen Anwärter auf einen Lion gesehen habe. ich werde mich an dieser Stelle wieder melden ob ich richtig lag. Schweizer Cases gab es bisher nur sehr wenige, Zeit also an meine Kollegen zu appelieren ihre Cases auch in Cannes einzureichen, denn mit den Kampagnen welche ich am Effie gesehen habe, müssen wir uns nicht verstecken.

Tag 1 / Social Media

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Heute ist es nun losgegangen. Die Jury wurde in 8 Gruppen aufgeteilt und diesen wurden eine oder mahrere Kategorien zur Bewertung zugeteilt. Unsere Gruppe wurde zur Kategorie „Use of Social Media“ eingeteilt.

Bei uns waren es 113 Einreichungen die bewerten waren in unserer Kategorie. Zu Beginn wurde jedem Mietglied der Jury ein Tablet überreicht, welches zum abstimmen dient. Jeder stimmt dabei für sich, die Fälle dürfen aber in der Gruppe diskutiert werden. Das elektronische Abstimmen dient auch der Kontrolle und wird durch das Festival überwacht. Dabei wird nach auffälligen Mustern gesucht und Votes für die eigene Firma oder das eigne Land werden nicht berücksichtigt. Die meisten der Einreichungen wurden als kurze, zum Teil sehr aufwändige produzierte Filme präsentiert. Die Zeit bei der Jury um Aufmerksamkeit zu buhlen ist für einen einzelnen Case kurz und in den ersten 10 Sekunden muss man die Aufmerksamkeit wecken, denn eine zweite Chance gibt es nicht. Dabei ist es meines Erachtens wichtig, die Idee in den ersten Sekunden zu bringen. Resultate sollten danach natürlich auch eingebaut werden, da diese in die Bewertung einbezogen werden. Diese zu beurteilen fällt aber manchmal schwer, da die Cases natürlich aus unterschiedlichen Märkten kommen und so die Anzahl Tweets, Facebook Freunde, Shares, Likes nicht miteinander verglichen werden können. Insgesamt waren einige sehr spannende Geschichten dabei und ich bin mir sicher, dass es dem einen osder anderen für eine Auszeichung reichen wird, darüber darf ich aber leider an dieser Stelle nicht mehr verraten.

Ready, set, go

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Cannes zeigt sich von seiner besten Seite, das Wetter ist so wie über Pfingsten in Zürich. Bei einem kurzen Rundgang durch Cannes zeigt, dass sich das Festival erst langsam bemerkbar macht.

Die Folien am Plaias des Festival werden eben erst angebracht, die Zelte rund um das Festival werden aufgestellt und warten darauf bezogen zu werden. Am Carlton Beach sind die Vorbereitungen für den Eröffnungsabend im Gang.

Das Programm beginnt heute Abend mit einem Meeting der beiden Jury’s für die Cyber und Media Lions. Ab Morgen gilt es ernst; Die Media Jury wird in Gruppen eingeteil, gebrieft und dann kann die Selektion der Arbeiten beginnen. Ich bin sehr gespannt auf die kommenden Tage und werde von meinen Erfahrungen berichten.

Cannes Lions 2014

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Ein paar Wochen nach den Stars und Sternchen der Filmindustrie wird sich in einer Woche die Werbebranche in Cannes ein Stelldichein geben, anlässlich der Cannes Lions 2014.

Das 61. Cannes Lions Festival findet in diesem Jahr vom 15. – 21. Juni statt. Ich bin in der Media Preliminary Jury und werde euch ab Dienstag direkt aus Cannes über das Festival berichten. Es wurden insgesamt mehr als 37’400 Arbeiten aus der ganzen Welt eingereicht. Am meisten in der Kategorie Outdoor (5660 Einreichungen) gefolgt von Press (5007), Cyber (3660), Promo & Activation (3241) und last but not least Media mit 3127 Arbeiten.
Bei den Ländern liegt die USA vorne gefolgt von Brasilien, England und Deutschland.

Die Jury für Media besteht aus der Preliminary Jury und eine Awarding Jury. Die Preliminary Jury stellt die Shortlist zusammen aus der die Awarding Jury die besten Arbeiten auswählt und die Lions vergibt. Die Media Jury wird in diesem Jahr von Matt Seiler (Global CEO IPG Mediabrands) präsidiert. Die Jury besteht nebst dem Präsidenten aus 40 Mitgliedern, welche in Gruppen aufgeteilt werden. Die Gruppen bewerten die eingereichten Arbeiten nach den folgenden Kriterien:

- Insight, Strategy and the Idea 35%
- Media Execution 30%
- Results and Effectivness 35%

Jetzt noch schnell einchecken, packen und dann kann es losgehen.

Bis bald
Beat Krebs